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Deutsche Geschichte im Mittelalter

Artikel: Ottonen

 

Ottonen

Deutsche Geschichte im Mittelalter
  Konrad I. (911-918) war ein König des Übergangs; die Zukunft lag bei den Adelsfamilien, die er bekämpft hatte. Zuvorderst sind die sächsischen Liudolfinger (Ottonen) zu nennen mit ihrer Nähe zu den ostfränkisch-karolingischen Königen (Heiraten) und ihrer im Laufe des 9. und beginnenden 10. Jahrhundert erworbenen herzoglichen Machtstellung in Sachsen. Um die Mitte des 9. Jahrhunderts regierte in Sachsen der Graf Liudolf (†886), dessen Tochter Liudgard mit König Ludwig dem Jüngeren (876-882) vermählt wurde; Brun, ein Sohn Liudolfs, fand bei den Kämpfen gegen die Normannen den Tod (880). Liudolfs Nachfolger wurde sein Sohn Otto der Erlauchte (886-912). Dieser unterstützte Arnulf von Kärnten und Zwentibold besonders bei ihrer lothringischen Politik. Die Regierungszeit Ludwig des Kindes war dann durch das Gegeneinander zwischen Liudolfingern und Konradinern geprägt. König Konrad I. konnte sich gegenüber dem neuen Sachsenherzog Heinrich (I.) (912-936) nicht durchsetzen und räumte diesem eine autonome Stellung in Sachsen ein (915). 919 wurde Heinrich König über Ostfranken, ihm folgten Otto I. der Große (936-973), Otto II. (973-983), Otto III. (983-1002) und Heinrich II. (1002-1024) als Ottonen im ostfränkisch-deutschen Königtum nach.  
 Stammtafel der ottonisch-sächsischen Könige und Kaiser:

 
 Literatur: Althoff, Gerd, Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat (= Urban Tb 473), Stuttgart-Berlin-Köln 2000; Beumann, Helmut, Die Ottonen (= Urban Tb 384), Stuttgart-Berlin-Köln-Mainz 1987; Buhlmann, Michael, Kaiserswerth und die Könige (= BGKw MA 9), Düsseldorf-Kaiserswerth 2009, S.16; Text: Buhlmann  

Bearbeiter: Michael Buhlmann