"Ottobeurer" Annalen
Die Annales Ottenburani sind überliefert im schwäbischen Kloster Ottobeuren (gegründet 764). Die entsprechende Handschrift Augsburg, Universitätsbibliothek 1.2.8.2. aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde aber nicht im Ottobeurer Skriptorium hergestellt der Mönchsgemeinschaft; wie sie nach Ottobeuren gelangt ist und wo sie kompiliert wurde, ist unbekannt. Die an eine Weltchronik anschießenden "Ottobeurer" Annalen umfassen den Berichtszeitraum von 727 bis 1113. Sie schöpfen aus den verloren gegangenen Annalen der hessischen Klöster Hersfeld und Hasungen, die Weltchronik u.a. aus den Geschichtswerken des Paulus Diaconus (†799/800).
Edition: Annales Ottenburani, hg. v. G.H. PERTZ, in: Monumenta Germaniae Historica. Scriptores (in Folio), Bd.5: [Annales et chronica aevi Salici], hg. v. G.H. PERTZ, 1844, Nachdruck Stuttgart-New York 1980, S.1-6. - Übersetzung: BUHLMANN.
[Weltchronik, hauptsächlich basierend auf der Historia Romana und der Historia Langobardorum des Paulus Diaconus (von der Schöpfung an):] Adam zeugte im 130. Jahr Seth. [...]
[Annalen, verwendend die verloren gegangenen Hersfelder bzw. Hasunger Annalen:] 727. Der heilige Egbert [von Irland, †729] ging in Christus ein.
731. [Hausmeier] Karl [Martell, 714-741] kämpfte mit Unterstützung [Herzog] Eudos [von Aquitanien, †735] in Aquitanien gegen die Sarazenen.
733. Es ereignete sich eine Sonnenfinsternis.
734. Karl drang in Friesland ein.
735. Karl verwüstete die Gascogne.
736. Der sehr berühmte Gelehrte Beda starb.
738. Karl kämpfte in Gothien gegen die Sarazenen.
739. Karl machte die Sachsen tributabhängig.
740. Karl zog bis nach Marseille.
741. Karl starb; ihm folgten seine Söhne Pippin [der Jüngere, 741-768] und Karlmann [741-747] [als Hausmeier] nach.
744. Anfang des Klosters Fulda.
746. Der heilige Burchard wurde zum ersten Bischof von Herbipolis - das ist Würzburg - eingesetzt [742-754].
747. Der heilige Wigbert [von Fritzlar, †732/36 oder 746/47] verließ die irdische Welt.
750. Pippin wurde auf Geheiß Papst Zacharias' [741-752] durch die Salbung des heiligen Erzbischofs Bonifatius [†754] König genannt [751-768]; und Childerich [III., 743-751], der fälschlicherweise als König bezeichnet wurde, wurde tonsuriert und ins Kloster geschickt.
753. Papst Stephan [III., 752-757] erbat von Pippin den Schutz gegen den [Langobarden-] König Aistulf [749-756].
754. Papst Stephan salbte die Söhne Pippins, Karl [der Große, 768-814] und Karlmann [768-771] zu Königen.
755. Der heilige Bonifatius, der auch Winfried heißt, wurde durch das Martyrium bekrönt [754].
758. Pippin auferlegte den Sachsen einen Tribut, so dass sie jedes Jahr 300 Pferde abzugeben hatten.
764. Pippin hatte eine große Versammlung in Crecy.
765. Bischof Ruotgang [von Metz, 765-766; davor Abt von Lorsch, 764-765] brachte die Körper der Heiligen Gorgonius, Nabor und Nazarius von Rom herbei.
766. Besiegt wurden die Slawen von den Franken bei Weidahaburg.
767. Nachdem er Aquitanien unterworfen hatte, kehrte Pippin von da zurück und starb an den 8. Kalenden [fehlt: des Oktober, 24.9.] [768]. Er hinterließ Karl und Karlmann das Königtum.
770. Königin Bertha, die Mutter Karls, kam von Italien und führte eine Tochter des Langobardenkönigs Desiderius [757-774] mit sich ins Frankenreich.
771. Karl hielt eine Synode in Valenciennes ab, und im selben Jahr starb sein Bruder Karlmann an den 2. Nonen des Dezember [4.12.].
772. Nachdem er eine Synode in Worms abgehalten hatte, drang Karl nach Sachsen ein, wo er die Burg Eresburg einnahm und das Heiligtum Irminsul zerstörte.
773. Karl wurde von Papst Hadrian [I., 772-795] eingeladen und drang gegen König Desiderius nach Italien ein. Nachdem er Desiderius eingeschlossen hatte, belagerte er Pavia.
774. Während Karl in Italien weilte, griffen die Sachsen das Gebiet der Franken an und gelangten bis zur Burg Büraburg. Sie wollten auch die Kirche in Fritzlar anzünden, aber sie konnten nicht. Karl führte aber den gefangenen Desiderius ins Frankenreich.
775. Karl besiegte die Sachsen und Westfalen.
776. Eine unermessliche Menge von Sachsen überquerte mit Frauen und Kindern die Lippe und wurde getauft.
777. Wieder wurde in Paderborn ein großer Teil der Sachsen getauft.
778. Während Karl in Spanien die Sarazenen bekämpfte, verwüsteten die Sachsen die Gebiete um den Fluss Logona. Gegen diese gingen die Franken vor, sie drängten sie nahe des Flusses Adarna ab bis zum Ort, der Lieschi heißt.
779. Herzog Hildebrand von Spoleto [774-788] bot Karl Geschenke an [Bestätigung des Herzogtums für Hildebrand].
780. Als Karl nach Rom aufbrach, feierte er das Weihnachtsfest [25.12.] in Pavia.
781. Karl gelangte mit der Herrin Königin Hildegard nach Rom. Dort taufte Papst Hadrian zu Ostern [15.4.] Karlmann, den Sohn Karls, den er auch mit verändertem Namen Pippin nannte. Dort wurde auch Rotrud, dessen [Karls] Tochter, mit dem [byzantinischen] Kaiser Konstantin [VI., 780-797] verlobt.
783. Königin Hildegard starb. Damals wurden die Sachsen von den Franken besiegt beim Ort Detmold. Damals starb auch die Königin Bertha [die Ehefrau Pippins des Jüngeren].
786. Der heilige [Mainzer] Erzbischof Lul [754-786] starb; ihm folgte Richulf [787-813]. Das Zeichen des Kreuzes erschien auf Kleidern, und Blut floss vom Himmel.
787. Es geschah eine Sonnenfinsternis.
788. Der Herzog der Bayern Tassilo [III., 748-788] wurde tonsuriert und ins Kloster geschickt.
790. Karl feierte das Weihnachtsfest [25.12.] in Worms.
791. Karl unterwarf die Awaren.
792. Verschwörung Pippins gegen seinen Vater, die durch Fardolf aufgedeckt und sogleich unterdrückt wurde.
794. Es fand eine Synode in Frankfurt in Anwesenheit Karls statt. Und dort starb die Königin Fastrada, und sie wurde in St. Alban in Mainz beerdigt.
797. Papst Hadrian starb [795]; ihm folgte Leo [III., 795-816].
799. Papst Leo wurde nach dem Herausschneiden der Zunge geblendet und aus dem Pontifikat gejagt. Es wird berichtet, dass er sprechend und sehend bald zu Karl an den Ort, der Herstall genannt wird, gekommen ist.
800. Karl feierte das Weihnachtsfest [25.12.] in Rom, als Papst Leo ihm die Krone aufs Haupt setzte, und er [Karl] wurde vom ganzen Volk der Römer bejubelt wurde: "Dem Kaiser Karl, von Gott gekrönt, dem großen und friedfertigen Kaiser der Römer, Leben und Sieg." In dieser Zeit hatte in Konstantinopel Nikephoros [I., 802-811] das Kaisertum inne.
801. Der König der Perser Amarmurmulus [Kalif Harun ar-Raschid, 786-809] schickte Karl einen Elefanten mit anderen Geschenken, die im folgenden Jahr herbeigebracht wurden. Der Name des Elefanten [war] Abulabbas.
803. Es gab ein Erdbeben und in der Folge Sterblichkeit.
804. Papst Leo kam zum Kaiser ins Frankenreich.
805. König Karl verwüstete Böhmen.
807. Der Patrizius Niketa schloss Frieden mit dem König Pippin [von Italien, 781-810].
809. Karl [der Jüngere, †811], der Sohn des Kaisers, unterwarf die Abodriten.
811. Kaiser Karl schickte den Basler Bischof Heito [805-823] und andere Gesandte zur Befestigung des Friedens zu Kaiser Nikephoros nach Konstantinopel.
812. Die Normannen, die die Iren bedrängten, wurden von diesen besiegt. Nikephoros starb; ihm folgte Michael [I., 811-813] als Kaiser in Konstantinopel nach. Im folgenden Jahr
813, nachdem er [Michael] zum Mönch gemacht wurde, wurde Leo [V., 813-820] Kaiser. Die Brücke bei Mainz wurde durch Feuer zerstört. Der Mainzer Erzbischof Richulf starb an den 5. Kalenden des Februar [28.1.]; ihm folgte Aistulf [813-826] nach.
814. Kaiser Karl starb; ihm folgte Ludwig [der Fromme, 814-840] nach.
816. Papst Leo starb; ihm folgte Stephan [IV., 816-817] nach.
818. Kaiser Ludwig besiegte König [Häuptling] Morman [†818] in der Bretagne.
819. Ludwig führte Judith, eine Tochter des Welf, als Ehefrau heim.
823. Lothar [I., 817-855], der Sohn des Kaisers Ludwig, kam nach Rom auf Bitte des Papstes Paschalis [I., 817-824].
825. Erzbischof Aistulf [von Mainz] starb [826]; ihm folgte Otgar [826-847] nach. Zu diesem Jahr wird berichtet, dass ein gewisses Mädchen - fast zwölf Jahre alt - über zehn Monate sich jeglicher Speise enthalten hat.
826. Harald [Klak], König der Dänen [819-823?], ist in Mainz getauft worden. Damals brachte [Erzkaplan] Hilduin [†840 oder 855/61] die Gebeine des heiligen Stephanus nach Gallien.
827. Papst Eugen [II., 824-827] starb; ihm folgte Valentin [827] nach.
828. Michael [II., 820-829] herrschte in Konstantinopel.
829. Kaiser Ludwig überwinterte in Aachen.
832. Verschwörung Ludwigs [des Deutschen, Sohn Kaiser Ludwigs] gegen seinen Vater.
833. Das Königreich der Franken bekannte sich zu Lothar.
834. Pippin [I. von Aquitanien, 814-838] und Ludwig [der Deutsche] stellten [die Herrschaft] ihres Vaters wieder her.
838. Ebenso eine Verschwörung Ludwigs [des Deutschen] in Frankfurt; aber das Königreich bekannte sich zum Vater.
840. Kaiser Ludwig verfolgte den Sohn [Ludwig den Deutschen]. Im selben Jahr starb er, und er hinterließ das Königtum Ludwig.
841. Lothar führte Krieg gegen seine Brüder Ludwig [den Deutschen] und Karl [den Kahlen, 840-877].
842. Lothar wurde aus dem Königreich vertrieben.
843. Lothar, Ludwig und Karl schlossen Frieden.
844. Lothar tötete den Slawenkönig Gestimul [?].
847. Erzbischof Otgar [von Mainz] starb; ihm folgte Hrabanus [Maurus, 847-856] nach.
848. Eine Synode versammelte sich in Mainz im Beisein Ludwigs [des Deutschen].
855. König Ludwig ging gegen den Mährerkönig Ratislaw [846-870] mit einem großen Heer vor.
856. Erzbischof Hrabanus, der große Gelehrte, starb; ihm folgte Karl [856-862] nach.
857. Es gab in Mainz eine große Synode unter Führung des Bischofs Karl.
858. Ludwig [der Jüngere, 876-882], der Sohn Ludwigs [des Deutschen] wurde mit einem Heer gegen die Abodriten ausgeschickt.
859. Ludwig [der Deutsche] und Karl [der Kahle] und der Sohn [Lothars I.] Lothar [II., 855-869] schlossen unter Eid Frieden.
863. Erzbischof Karl [von Mainz] starb [862]. Diesem folgte Liutbert [863-889] nach.
864. König Ludwig [der Deutsche] unterwarf König Ratislaw.
869. König Lothar [II.] wurde in Rom von Papst Hadrian [II., 867-872] [wegen seiner "Ehehändel"] verurteilt. Als er nach Hause [Lothringen] zurückkehrte, kam er mit fast all den Seinen um.
875. König Ludwig [der Deutsche] starb [876]; ihm folgte sein Sohn Ludwig [der Jüngere] nach.
878. Eine Schlacht wurde zwischen Karl [dem Kahlen] und Ludwig [dem Jüngeren] bei Andernach geschlagen [877].
879. Ludwig [der Stammler, 877-879], der Sohn Karls [des Kahlen], starb.
880. König Ludwig, der Sohn Ludwigs, starb [882]. Ihm folgte sein Onkel [Bruder] Karl [III. der Dicke, 876-888] nach.
886. Karl [der Dicke] wurde aus dem Königtum vertrieben [887].
887. Nachdem Karl aus dem Königtum vertrieben worden war, wurde Arnulf [von Kärnten, 887-899] [zum König] gewählt.
888. Karl [der Dicke] starb.
890. Es starb der Erzbischof Liutbert [von Mainz] [889]. Sunderold [889-891] wurde erwählt.
891. Erzbischof Sunderold wurde getötet. Hatto [I., 891-913] folgte nach.
892. Bischof Arn [von Würzburg, 855-892] wurde getötet.
893. Ein unermesslicher Krieg zwischen den Bayern und den Ungarn fand statt.
896. Arnulf wurde in Rom zum Kaiser gemacht.
899. Kaiser Arnulf starb. Nach diesem regierte dessen Sohn Ludwig [das Kind, 900-911].
905. Graf Konrad [†905] wurde [in der babenbergischen Fehde] von Adalbert [†907] getötet.
906. Die Ungarn verwüsteten Sachsen.
907. Graf Adalbert wurde hingerichtet auf Befehl König Ludwigs.
908. Herzog [Markgraf] Luitpold [von Karantanien/Kärnten und Panonnien, †907] wurde von den Ungarn getötet.
909. Der Thüringerherzog Burchard wurde von den Ungarn getötet.
910. König Ludwig [das Kind] kämpfte gegen die Ungarn.
911. Die Ungarn verwüsteten Sachsen.
912. König Ludwig [das Kind] starb [911]; an dessen Stelle wurde Konrad [I., 911-918] [zum König] gewählt.
913. Der Mainzer Erzbischof Hatto starb; ihm folgte Heriger [913-926] nach.
914. Der Sachsengraf Otto [der Erlauchte, †912] starb [912].
915. Die Ungarn verwüsteten Thüringen und das östliche Franken.
919. Es starb König Konrad [918]. Heinrich [I., 919-936] folgte.
927. Erzbischof Heriger [von Mainz] starb [926]; ihm folgte Hildebert [927-937] nach.
931. König Heinrich unterwarf die Abodriten.
934. König Heinrich war mit dem Heer in Wocronin.
935. Es gab eine große Synode in Erfurt. In diesem Jahr starb König Heinrich [936]; ihm folgte sein Sohn Otto [I., 936-973] nach.
936. Es starb der Mainzer Erzbischof Hildebert [937]; ihm folgte Friedrich [937-954] nach.
937. Graf [Herzog] Eberhard [von Franken, †939] schickte Heinrich [Herzog von Bayern, 948-955], den Bruder des Königs, in Fesseln [Aufstand Eberhards und Heinrichs gegen König Otto I. 939].
938. Graf Eberhard wurde getötet [939, in der Schlacht von Andernach].
943. Eine Synode versammelte sich in Bonn.
945. Gesandte der Griechen brachten König Otto Geschenke.
947. Es starb Königin Edgith [Ehefrau König Ottos I.].
948. In Ingelheim versammelte sich eine Synode, der der [päpstliche] Gesandte Marinus vorstand.
949. Wiederum kamen Gesandte der Griechen zum König mit Geschenken.
950. Ein großer Krieg zwischen Bayern und Ungarn.
951. König Otto führte Adelheid als Ehefrau heim. Und er unterwarf sich König Berengar [II. von Italien, 950-961].
953. Zwietracht entstand zwischen Liudolf [Herzog von Schwaben, 950-954], dem Sohn des Königs, und seinem Onkel Heinrich.
955. Unter der Führung des heiligen Bischofs Ulrich [von Augsburg, 923-973] wurden die Ungarn am Fluss Lech in einer großen Schlacht niedergestreckt [Schlacht auf dem Lechfeld, 10. August 955].
957. Liudolf starb in Italien; [sein Leichnam] wurde nach Mainz überführt.
958. Das Zeichen des Kreuzes erschien auf der Kleidung.
960. Gesandte des Volkes der [Kiewer] Rus kamen zu König Otto; sie baten, dass jemand geschickt werde, der ihnen [den Rus] den Weg der Wahrheit [im Rahmen der christlichen Mission] zeige. Als zu diesen der Bischof Adalbert [?] kam, entwich er kaum den unfrommen Händen dieser [Heiden].
962. König Otto wurde durch die Weihe des Papstes Johannes [XII., 955-964] in Rom zum Kaiser gekrönt.
963. Eine Synode fand in Rom unter Vorsitz des Kaisers statt, und Papst Benedikt [V., 964] wurde abgesetzt.
964. König Berengar wurde gefangen genommen.
965. Kaiser Otto kehrte von Italien zurück.
966. Kaiser Otto kehrte nach Italien zurück.
967. Otto [II., 973-983], der Sohn des Kaisers, wurde durch die Weihe des späteren Papstes Johannes [XIV., 983-984] zum Kaiser gemacht.
972. Dem Kaiser Otto [II.] dem Jüngeren wurde die Tochter [!, Theophanu] des Kaisers der Griechen geschickt. Der heilige Ulrich starb.
973. Kaiser Otto [I.] der Ältere starb in Memleben an den Nonen des Mai [7.5.].
974. Kaiser Otto [II.] der Jüngere brach auf gegen den Dänenkönig Harald.
975. Der Kaiser verwüstete Böhmen.
976. Der Kaiser vertrieb den Bayernherzog Heinrich [II. der Zänker, 955-976, 985-995] [im Zuge des Aufstands der drei Heinriche].
978. Der Kaiser verfolgte König Lothar [954-986] von [West-] Franken [nach dessen Versuch der Einnahme Aachens] bis zum Fluss Seine.
981. [Erz-] Bischof Adalbert I. von Magdeburg [968-981] starb; ihm folgte Giselher [981-1004] nach.
982. Der Kaiser führte Krieg mit den Sarazenen, in dem viele Bischöfe umkamen.
983. Kaiser Otto [II.] starb.
984. Das Kind Otto [III., 984-1002], der Sohn des Kaisers, ist in Aachen zum König gesalbt worden.
986. König Otto verwüstete mit einem großen Heer das Slawenland.
987. Die Sachsen zwangen die Slawen zur Unterwerfung.
988. Der Sommer war überaus heiß.
991. Kaiserin Theophanu starb.
992. König Otto belagerte Brandenburg.
995. König Otto verwüstete das Abodritenland.
996. König Otto empfing von Papst Gregor [V., 996-999], der auch Bruno [von Toul] hieß, die Salbung zum Kaiser.
997. Der heilige Bischof Adalbert wurde im Slawenland durch das Martyrium bekrönt.
998. Eine gewisse Frau gebar in einem Mal fünf Söhne.
999. Papst Bruno, der auch Gregor hieß, starb; ihm folgte Gerbert [von Aurillac], der sich Silvester [II., 999-1003] nannte, nach.
1000. Die Gebeine des Kaisers Karl des Großen sind in Aachen erhoben worden.
1002. Der Kaiser Otto III. starb an den 10. Kalenden des Februar [23.1.], und der Bayernherzog Heinrich [IV., 995-1004] wurde von Erzbischof Williges [von Mainz, 975-1011] zum König [Heinrich II., 1002-1024] gesalbt.
[Unterschiedliche Überlieferung in zwei Varianten (ab 1004): Variante 1:] 1004. [Der spätere Bischof] Bruno [von Augsburg, 1006-1029], der Bruder König Heinrichs, verschaffte sich [das Kloster] Pöhlde. || [Variante 2:] Bruno, der Bruder König Heinrichs, verschaffte sich [das Kloster] Pöhlde. Papst Silvester starb [1003]. [Papst] Benedikt [VIII., 1012-1024] folgte [?], der 10 [!] Jahre regierte.
1011. Erzbischof Williges [von Mainz] starb; ihm folgte Erkenbald [1011-1021] nach.
1012. König Heinrich veranlasste, ein Kloster [Michelsberg] in Bamberg durch Eberhard [I.], den ersten Bischof [1007-1040] dieses [Bischofs-] Sitzes zu gründen [1015].
1014. König Heinrich ist durch Weihe des Papstes Benedikt [VIII.] zum Kaiser gemacht worden.
[Variante 1:] 1015. Der Kaiser drang mit einem Heer nach Polen ein. || [Variante 2:] Der Kaiser drang mit einem Heer in Polen ein. Nikolaus wurde Papst [?].
1016. Erschreckender Hagel fiel, und durch Blitzschlag kamen viele verbrannt ums Leben.
1017. Der Kaiser drang wieder mit einem Heer in Polen ein.
1019. Der Kaiser nahm den Papst [Benedikt VIII.] in Bamberg mit Gastfreundschaft auf.
[Variante 1:] 1020. Der Kölner Erzbischof Heribert [999-1021] starb [1021]. Und auf Erkenbald folgte in Mainz [Erzbischof] Aribo [1021-1031].
1021. Ein ungeheures Erdbeben ereignete sich in Bayern.
1024. Es starb Kaiser Heinrich; ihm folgte Konrad [II., 1024-1039].
1027. König Konrad wurde zu Ostern [26.3.] in Rom zum Kaiser gekrönt.
1028. Heinrich [III., 1039-1056], der Sohn des Kaisers, wurde durch Salbung des Kölner [Erz-] Bischofs Pilgrim [1021-1036] zum König gemacht.
[Variante 1:] 1030. Der Kaiser Konrad drang mit einem Heer in Ungarn ein. || [Variante 2:] Konrad drang in Ungarn ein.
[Variante 1:] 1031. Der Kaiser unterwarf nebenher den Polenherzog Mieszko [II., †1034]. [Erz-] Aribo [von Mainz] starb; ihm folgte Bardo [1031-1051]. || [Variante 2:] Der Kaiser unterwarf nebenher den Polenherzog Mieszko.
1033. Der Kaiser überwand in Burgund Odo [II. von der Champagne, 1004/22/23-1037]. Königin Kunigunde [Ehefrau Kaiser Heinrichs II.] starb.
1035. Dem König Heinrich wurde die Tochter [Gunhild] des [Dänen-] Königs Knut [des Großen, 1016-1035] angetraut.
[Variante 1:] 1036. Ein Synode von fünfzehn Bischöfen fand in Tribur statt. || [Variante 2:] Ein Synode von 15 Bischöfen fand in Tribur statt.
1039. Kaiser Konrad starb plötzlich in Utrecht an den 2. Nonen des Juni [4.6.].
[Ottobeurer Annalen (im engeren Sinn):] 1040. In Aachen kamen viele in einer Überschwemmung um.
1041. König Heinrich unterwarf die Böhmen.
1042. Der König drang in Ungarn bis zum Fluss Drau vor.
1043. Der König feierte das Weihnachsfest [25.12.] in Goslar mit König Peter von Ungarn [1038-1041].
1044. Der König feierte das Weihnachsfest [25.12.] in Trier.
1047. König Heinrich wurde von Papst Suitger [Clemens II., 1046-1047] zum Kaiser gekrönt und die Herrin [Ehefrau] Agnes [von Poitou] zur Kaiserin.
1048. Nachdem Papst Suitger, der auch Clemens hieß, gestorben war [1047], wurde Poppo [von Brixen], der auch Gregor [richtig: Damasus II., 1048] hieß, [zum Papst] gewählt.
1049. Poppo starb [1048]. Bruno [von Toul] wurde gewählt, der auch Leo [IX., 1049-1054] genannt wurde.
[Variante 1:] 1051. Papst Leo starb [1054]; ihm folgte Friedrich [von Lothringen], der auch Stephan [IX., 1057-1058] hieß, nach. Und nachdem Bardo gestorben war, folgte Liutpold [als Mainzer Erzbischof, 1051-1059]. In diesem Jahr wurde Heinrich [IV., 1056-1106], der Sohn des Kaisers, getauft. || [Variante 2:] Papst Leo starb [1054]; ihm folgte Friedrich [von Lothringen], der auch Stephan [IX.] hieß, nach. Und nachdem Bardo gestorben war, folgte Liupold [als Mainzer Erzbischof].
1054. Heinrich, der Sohn des Kaisers, ein Junge, wurde in Aachen zum König gemacht.
1055. Gebhard [von Schwaben] wurde zum Papst gemacht, der auch Viktor [II., 1055-1057] genannt wurde.
1056. Kaiser Heinrich [III.] starb. Nachdem der Kölner [Erz-] Bischof Hermann [II., 1036-1056] gestorben war, folgte Anno [II., 1056-1075].
1057. Papst Viktor starb. Benedikt [X., 1058-1059/60] wurde von Römern [nach Stephan IX.; zum Papst] gewählt.
[Variante 1:] 1058. Nachdem Benedikt [von den Kardinälen in Rom] abgelehnt worden war, wurde Gerhard [von Burgund] als Papst [Nikolaus II., 1059-1061] vom König [Heinrich IV.] und von der Kaiserin [Agnes] eingesetzt. || [Variante 2:] Nachdem Benedikt [von den Kardinälen in Rom] abgelehnt worden war, wurde Gerhard, der auch Alexander [richtig: Nikolaus] hieß, als Papst vom König [Heinrich IV.] und von der Kaiserin [Agnes] eingesetzt.
1060. Der Mainzer Erzbischof Liutpold starb; ihm folgte der Fuldaer Abt Siegfried [1058-1060] [als Erzbischof: Siegfried I., 1060-1084] nach.
1062. Der junge König wurde von seiner Mutter getrennt durch die Machenschaften des Kölner [Erz-] Bischofs Anno und gewisser anderer [Verschwörer] [Kaiserswerther Staatsstreich].
[Variante 1:] 1064. Beginn des großen [532-jährigen Oster-] Zyklus. Der Mainzer [Erz-] Bischof Siegfried brach mit gewissen anderen Bischöfen nach Jerusalem auf. || [Variante 2:] [1065.] Der Mainzer [Erz-] Bischof Siegfried brach mit gewissen anderen Bischöfen nach Jerusalem auf.
[Variante 1:] 1065. Graf [Herzog der Normandie] Wilhelm [der Eroberer, König 1066-1087] eroberte durch die große Kraft des Krieges das Königreich der Engländer [1066]. || [Variante 2:] [1066.] 1065. Graf [Herzog der Normandie] Wilhelm [der Eroberer, König 1066-1087] eroberte durch die große Kraft des Krieges das Königreich der Engländer.
[Variante 1:] 1066. König Heinrich führte die Herrin Bertha [von Turin] als Ehefrau heim [1067]. || [Variante 2:] [1067.] König Heinrich führte die Herrin Bertha [von Turin] als Ehefrau heim.
[Variante 1:] 1067. Verschwörung des [Lausitzer] Markgrafen Dedo [I., 1046-1075] gegen den König [1068]. || [Variante 2:] [1068.] Verschwörung des Markgrafen Dedo gegen den König.
[Variante 1:] 1068. Dedo [II., †1069], der Sohn des Dedo, versöhnte seinen Vater mit dem König; dieser wurde wie auch der jüngere Dedo heimlich getötet [1069]. || [Variante 2:] [1069.] Dedo, der Sohn des Dedo, versöhnte seinen Vater mit dem König; dieser wurde wie auch der jüngere Dedo heimlich getötet.
1070. Herzog Otto [von Northeim, von Bayern, 1061-1070, †1083] schlug eine große Schlacht gegen den König bei Eschwege.
1072. Herzog Otto erlangte die Gnade des Königs in Magdeburg.
1073. Verschwörung der Sachsen und Thüringer gegen den König und dessen Flucht von der Harzburg. [Vorhergehender Osterzyklus, Jahr 9:] In dieser Zeit lebte der berühmte König [Herodes] Antipas [4 v.Chr.-ca.39 n.Chr.].
1074. Erster Heereszug des Königs nach Sachsen; aber unter dem Schutz Gottes wurde Frieden geschlossen. In diesem Jahr vertrieben die Ungarn den König Salomo.
[Variante 1:] 1075. Zweiter Heereszug des Königs und eine Schlacht am Fluss Unstrut [Schlacht bei Homburg a.d. Unstrut, 9. Juni 1075]. Dritter Heereszug des Königs im Herbst und Unterwerfung der Sachsen und Thüringer. || [Variante 2:] 2. Heereszug des Königs und eine Schlacht am Fluss Unstrut. 3. Heereszug des Königs im Herbst und Unterwerfung der Sachsen und Thüringer.
1076. Es kam Zwietracht zwischen Papst [Gregor VII., 1073-1085] und König auf. Die Fürsten des gesamten Königreichs kamen in Abwesenheit des Königs zu einer Versammlung in Oppenheim zusammmen.
[Variante 1:] 1077. Nachdem der König nach Italien aufgebrochen war, um dem Papst Buße zu leisten [Gang nach Canossa], wurde [Herzog] Rudolf [von Schwaben, 1057-1079] am Ort Forchheim [zum (Gegen-) König, 1077-1080] gewählt und von Erzbischof Siegfried von Mainz zum König gekrönt. Vierter Heereszug des Königs gegen die Sachsen am Fluss Neckar. In diesen Tagen wurde Würzburg von den Sachsen belagert. ||
[Variante 2:] Nachdem der König nach Italien aufgebrochen war, um dem Papst Buße zu leisten [Gang nach Canossa], wurde Rudolf am Ort Forchheim [zum (Gegen-) König] gewählt und von Erzbischof Siegfried von Mainz zum König gekrönt. 4. Heereszug des Königs gegen die Sachsen am Fluss Neckar. In diesen Tagen wurde Würzburg von den Sachsen belagert.
[Variante 1:] 1078. Fünfter Heereszug des Königs gegen die Sachsen und dessen zweite Schlacht mit diesen und mit König Rudolf in Ostfranken [Schlacht bei Mellrichstedt, 7. August 1078], wo auf beiden Seiten viele starben. In diesem Jahr kamen viele durch Wolfsbisse um. || [Variante 2:] 5. Heereszug des Königs gegen die Sachsen und dessen 2. Schlacht mit diesen und mit König Rudolf in Ostfranken, wo auf beiden Seiten viele starben. In diesem Jahr kamen viele durch Wolfsbisse um.
[Variante 1:] 1079. Heereszug König Rudolfs in Hessen, in dessen Verlauf Fritzlar mit dem Kloster, das der heilige Bonifatius dort errichtet hatte, völlig verbrannt wurde. Sechster Heereszug des Königs gegen die Sachsen, aber mit Gottes Fügung wurde wieder Frieden geschlossen. || [Variante 2:] Heereszug König Rudolfs in Hessen, in dessen Verlauf Fritzlar mit dem Kloster, das der heilige Bonifatius dort errichtet hatte, völlig verbrannt wurde. 6. Heereszug des Königs gegen die Sachsen, aber mit Gottes Fügung wurde wieder Frieden geschlossen.
[Variante 1:] 1080. Siebter Heereszug des Königs gegen die Sachsen und dritte Schlacht nahe dem Fluss Unstrut an den 6. Kalenden des Februar [Schlacht bei Flarchheim, 27. Januar 1080] mit vielen Toten auf beiden Seiten. Dessen [Heinrichs] achter Heereszug nach Sachsen und die vierte Schlacht am Fluss Elster [Schlacht bei Hohenmölsen, 15. Oktober 1080], in der König Rudolf mit vielen fiel. || [Variante 2:] 7. Heereszug des Königs gegen die Sachsen und dritte Schlacht nahe dem Fluss Unstrut an den 6. Kalenden des Februar [27.1.] mit vielen Toten auf beiden Seiten. Dessen [Heinrichs] 8. Heereszug nach Sachsen und die 4. Schlacht am Fluss Elster, in der König Rudolf mit vielen fiel.
1081. Die Klöster im Mainz und Bamberg wurden verwüstet. Auf dem Berg Hasungen siedelten Mönche [1080/81].
1082. [Graf] Hermann [von Salm] wurde vom Mainzer [Erz-] Bischof Siegfried in Goslaer zum König [1081-1088] geweiht.
[Variante 1:] 1083. Die Hitze des Sommers war so groß, dass nicht allein Menschen, sondern auch Fische in den Gewässern umkamen. In dieser Zeit wurde das sodomitische Verbrechen sehr ausgeübt. || [Variante 2:] Die Hitze des Sommers war so groß, dass nicht allein Menschen, sondern auch Fische in den Gewässern umkamen.
1084. Der Mainzer [Erz-] Bischof Siegfried starb; ihm folgte Wezelin [1084-1088] nach. In diesem Jahr wurde, nachdem Papst Hildebrand [Gregor VII.] [von Heinrich IV.] niedergeworfen war, Wibert [von Ravenna] zum [Gegen-] Papst gemacht, der sich Clemens [III., 1084-1100] genannt wurde. Von diesem empfing König Heinrich die kaiserliche Salbung zu Ostern [31.3.].
[Variante 1:] 1085. Zwei Heereszüge des Kaisers nach Sachsen. Papst Hildebrand starb, der auch Gregor hieß. || [Variante 2:] Zwei Heereszüge des Kaisers nach Sachsen. Papst Hildebrand starb.
[Variante 1:] 1086. Elfter Heereszug des Kaisers nach Sachsen, bei dem wegen der Fastenzeit nichts geschah. Dessen [Heinrichs] zwölfter Heereszug gegen die Sachsen und dessen fünfte Schlacht in der Würzburger Vorstadt, wo auf beiden Seiten viele umkamen. || [Variante 2:] 11. Heereszug des Kaisers nach Sachsen, bei dem wegen der Fastenzeit nichts geschah. Dessen [Heinrichs] 12. Heereszug gegen die Sachsen und dessen 5. Schlacht in der Würzburger Vorstadt, wo auf beiden Seiten viele umkamen.
[Variante 1:] 1087. Ankunft der Reliquien des heiligen Nikolaus in der Stadt Bari. Dreizehnter Heereszug des Kaisers nach Sachsen. König Wilhelm der Engländer starb. Brand von Worms. || [Variante 2:] Ankunft der Reliquien des heiligen Nikolaus in der Stadt Bari. 13. Heereszug des Kaisers nach Sachsen. König Wilhelm der Engländer starb.
[Variante 1:] 1088. König Hermann [von Salm] der Sachsen starb. Der Mainzer [Erz-] Bischof Wezelin, ein außergewöhnlicher Prediger, starb. Ihm folgte Ruthard [1089-1109] [1089]. Vierzehnter Heereszug des Kaisers gegen die Sachsen undf die sechste Schlacht in Thüringen, wo viele umkamen. || [Variante 2:] König Hermann der Sachsen starb. Der Mainzer [Erz-] Bischof Wezelin, ein außergewöhnlicher Prediger, starb. Ihm folgte Ruthard. 14. Heereszug des Kaisers gegen die Sachsen und die 6. Schlacht in Thüringen, wo viele umkamen.
[Variante 1:] 1089. Fünfzehnter Heereszug des Kaisers nach Sachsen; er [Heinrich] konnte dadurch Frieden schließen. || [Variante 2:] 15. Heereszug des Kaisers nach Sachsen; er [Heinrich] konnte dadurch Frieden schließen.
1090. Markgraf Ekbert [II. von Meißen, 1068-1080] floh bei einem Gewitter in eine Mühle und wurde [dort] erschlagen. Auch der Graf Hugo im Elsass [von Egisheim-Dagsburg, †1089] kam um [1089].
1091. Kampf gegen die Fürsten im Westen [?].
1092. Papst Wibert zeigte eine Synode an, was durchaus verachtenswert war.
1093. Es entstand Zwietracht zwischen dem Kaiser und dessen Sohn Konrad [1087-1098, †1101].
1094. Überschwemmung durch Regenwetter und Hunger mit Sterblichkeit.
1095. Bis dahin dauerte die Sterblichkeit.
1096. Eine ungeheure bewaffnete Menge verschiedener Völker brach ohne Führung nach Jerusalem auf [1. Kreuzzug].
1097. Der Kaiser kehrte von Italien zurück. Ein großes Sterben geschah in Syrien.
1098. Der Kaiser feierte das Weihnachtsfest [25.12.] in Straßburg.
[Variante 1:] 1099. Papst Odo [von Châtillon], der auch Urban [II., 1088-1099] hieß, starb. In Antiochia wurde die Lanze gefunden, mit der die Seite Christi [am Kreuz] durchbohrt worden war. || [Variante 2:] Papst Odo starb. In Antiochia wurde die Lanze gefunden, mit der die Seite Christi [am Kreuz] durchbohrt worden war.
1100. Papst Wibert starb. Eine Hungersnot am Rhein löschte unzählige [Menschenleben] aus.
1101. Bis dahin wütete die Hungersnot am Rhein.
[Variante 1:] 1102. Der Kaiser brach mit einem Heer nach Flandern auf. || [Variante 2:] Der Kaiser kam mit einem Heer nach Flandern.
1104. Zwietracht zwischen dem Kaiser und dessen Sohn Heinrich [V., 1106-1125] entstand.
1105. König Heinrich [V.] führte Krieg gegen den Vater.
[Variante 1:] 1106. Kaiser Heinrich, der Vater der Armen, starb in Lüttich an 7. Iden des August [7.8.]. || [Variante 2:] Kaiser Heinrich, der Vater der Armen, starb in Lüttich an 6. Iden des August [8.8.].
[Variante 1:] 1107. König Heinrich ging im Herbst gegen Graf Robert [II.] von Flandern [1092-1111] ohne Erfolg vor. || [Variante 2:] König Heinrich ging im Herbst gegen Graf Robert von Flandern ohne Erfolg vor. Bischof Burkhard von Basel starb.
1108. Der König brach mit einem Heer vergeblich nach Ungarn auf. In diesem Jahr heiratete er das Töchterchen [Mathilde] des englischen Königs [Heinrich I., 1100-1135].
[Variante 1:] 1109. Der Mainzer [Erz-] Bischof Ruthard starb. Nach seinem Tod blieb das Episkopat zwei Jahre und vier Monate unbesetzt. Überschwemmung durch Regenwetter. || [Variante 2:] Der Mainzer [Erz-] Bischof Ruthard starb. Nach seinem Tod blieb das Episkopat 2 Jahre und 4 Monate unbesetzt. Überschwemmung durch Regenwetter.
1110. Heereszug des Königs Heinrich nach Italien.
1111. Ein Streit entstand zwischen den Römern und dem Heer des Königs an Aschermittwoch [15.2.]. Der Papst [Paschalis II., 1099-1118] wurde im Kloster des heiligen Petrus gefangen gesetzt. Er wurde endlich zu Ostern [2.4.] entlassen und versöhnte sich mit dem König. Den König weihte er zum Kaiser.
[Variante 2:] [1112.] Der Herr [Erz-] Bischof Adalbert von Mainz, der höchste und berühmteste Kanzler, wurde vom Kaiser gefangen genommen.
[Variante 2:] [1113.] Pfalzgraf Siegfried [von Ballenstedt, 1095/97-1113] wurde getötet.
Bearbeiter: Michael Buhlmann